Die häufigsten Nebenwirkungen von GLP-1-Medikamenten
Sie treten nicht bei allen auf, aber GLP-1 Abnehmmedikamente können unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit und Darmträgheit verursachen.
Wenn über GLP-1-Medikamente gesprochen wird, geht es vor allem um die positiven Effekte: Gewichtsverlust, weniger Food Noise und zusätzliche gesundheitliche Vorteile. Und ja, all das mag zutreffen, doch oft bleiben die möglichen Nebenwirkungen unerwähnt. Sie treten nicht bei allen auf, es ist aber wichtig sie zu kennen. Hier erfährst du, welche Nebenwirkungen häufiger (oder seltener) vorkommen.
Die häufigsten Nebenwirkungen
GLP-1-Medikamente wirken im Magen-Darm-Trakt, deshalb können dort auch Nebenwirkungen auftreten.
Übelkeit ist die häufigste Nebenwirkung und kann bei bis zu 50 % der Anwender betreffen. Weitere typische Beschwerden sind Darmträgheit, Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen. Studien deuten darauf hin, dass diese Beschwerden durch eine verlangsamte Magenentleerung entstehen.
Die gute Nachricht: Laut Dr. Sarah Fishman, Professorin für Medizin, Endokrinologie, Diabetes und Knochenerkrankungen an der Icahn School of Medicine in New York, sind diese Nebenwirkungen meist leicht und Darmträgheit, Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen. Sie treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf, wenn die Dosis schrittweise erhöht wird. In der Regel klingen sie „innerhalb weniger Tage nach Einnahme und nach einigen Wochen bei längerer Anwendung“ wieder ab.
Seltener auftretende Nebenwirkungen
Manche Nebenwirkungen von GLP-1 Medikamenten sind seltener. In weniger als 2 % kann es zum Beispiel zu Gallensteinen kommen. Sie entstehen, wenn sich die Galle in der Gallenblase ansammelt, weil der Abfluss durch das Medikament verzögert wird.
Dr. Peter Vash, Endokrinologe und Spezialist für Adipositasmedizin, erklärt: „Wenn jemand stark übergewichtig ist und sehr schnell Gewicht verliert, können Gallensteine begünstigt werden. Besonders ab einem Gewichtsverlust von mehr als 1,5 kg pro Woche steigt das Risiko leicht an. In seltenen Fällen kann dies zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) führen. Vash betont: „Das ist aber sehr selten.“
Und was ist mit dem häufig erwähnten Risiko von Schilddrüsenkrebs? Hier gilt: Keine Panik. Es gibt zwar ein theoretisches Risiko für eine bestimmte Form (medulläres Schilddrüsenkarzinom), aber „es ist unklar, wie wahrscheinlich das beim Menschen tatsächlich ist“, sagt Fishman. Beide Experten betonen, dass dieser Zusammenhang bisher nur in Tierversuchen untersucht wurde.
So kannst du GLP-1-Nebenwirkungen lindern
Viele Nebenwirkungen verschwinden, sobald sich der Körper an die GLP-1-Medikamente gewöhnt hat. Bis dahin kannst du einiges tun, um dich besser zu fühlen:
Übelkeit und Erbrechen: Ingwertee wirkt oft beruhigend. Verstopfung: Trinke ausreichend Wasser und ergänze deine Ernährung mit Ballaststoffen.
Darmträgheit: Reduziere Zucker- und Fettgehalt in deiner Ernährung, trinke genug Wasser und meide vorübergehend Milchprodukte sowie sehr ballaststoffreiche Lebensmittel.
Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für den Rat eines Arztes/einer Ärztin oder eines medizinischen Fachpersonals betrachtet werden.