Du fühlst dich aufgebläht? So fühlst du dich wieder wohl
Völlgefühl und Blähungen – muss nicht sein. Finde die Ursachen heraus und lerne einfache Strategien, um dich besser zu fühlen.
Kennst du dieses aufgeblähte Gefühl im Bauch, bei dem sich deine Lieblingsjeans plötzlich zwei Nummern zu klein anfühlt? Dabei handelt es sich um Blähungen – ein häufiges, aber wenig besprochenes Symptom während der Perimenopause und Menopause. Nur weil es typisch ist, heißt das nicht, dass wir es ertragen müssen. Schon ein paar einfache Anpassungen in Sachen Ernährung, Bewegung und Stressmanagement können für spürbare Erleichterung sorgen.
Warum Blähungen in den Wechseljahren auftreten
Hormonelle Schwankungen spielen dabei eine große Rolle. Veränderungen bei Östrogen und Progesteron können Wassereinlagerungen verursachen und so das unangenehme Völlegefühl verstärken. Außerdem kann sich das Bauchfett anders verteilen, wodurch der Druck im Bauchraum steigt.
Auch das Verdauungssystem reagiert auf die Hormone: Die Bewegungen im Darm verändern sich, und wir sind möglicherweise empfindlicher gegenüber Blähungen. Studien zeigen zudem, dass hormonelle Veränderungen die Darmflora beeinflussen können – was das Blähbauch-Gefühl zusätzlich verstärken kann.
So kannst du Blähungen vorbeugen
Wir können vieles selbst tun, um uns leichter zu fühlen. Zum Beispiel:
Ernährung anpassen: Achte darauf, welche Lebensmittel bei dir Blähungen auslösen. Häufige Auslöser sind Bohnen, Linsen, Kohl, Zwiebeln, Knoblauch, Milchprodukte (vor allem bei Laktoseintoleranz), kohlensäurehaltige Getränke, ballaststoffreiche Lebensmittel und künstliche Süßstoffe. Ein Ernährungstagebuch kann dir hierbei helfen, Muster zu erkennen.
Ausreichend trinken: Wasser hilft dabei, Blähungen zu reduzieren – Dehydration kann nämlich zu Verstopfung führen, die wiederum Blähungen verstärkt.
Regelmäßig bewegen: Sport fördert die Verdauung und reduziert Blähungen. Besonders Krafttraining ist in dieser Lebensphase sehr empfehlenswert.
Stress reduzieren: Cortisol, das Stresshormon, beeinflusst die Verdauung. Achtsamkeit, Meditation oder andere Entspannungstechniken helfen, den Stresspegel zu senken und die Verdauung zu entlasten.
6 hilfreiche Tipps, um Blähungen zu lindern
Wenn Vorbeugung nicht ausreicht, können dir diese Tipps helfen, dich wieder wohler zu fühlen:
Sanfte Bewegung: Ein Spaziergang nach dem Essen oder leichte Dehnübungen kann die Verdauung anregen und Blähungen reduzieren.
Probiotika: Einige Studien zeigen, dass bestimmte Probiotika die Darmflora unterstützen und Blähungen reduzieren können.
Magnesium: Magnesium kann helfen, die Verdauungsmuskulatur zu entspannen und so Blähungen zu reduzieren. Es steckt vor allem in Nüssen und Samen (Kürbis-, Sonnenblumenkerne, Mandeln), Vollkornprodukten (Vollkornbrot, Haferflocken), grünem Blattgemüse (Spinat, Grünkohl), Hülsenfrüchten (Linsen, Bohnen, Kichererbsen) sowie in dunkler Schokolade, Kakao, Fisch und einigen Obstsorten wie Bananen.
Alternative Hausmittel: Pfefferminz- oder Ingwertee kann bei Blähungen helfen, auch wenn die Wirkung nicht wissenschaftlich belegt ist, berichten trotzdem viele Frauen positiv davon.
Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für den Rat eines Arztes/einer Ärztin oder eines medizinischen Fachpersonals betrachtet werden.